Mit Licht dem Junkfood, Alkohol und Nikotin auf der Spur – ein Hauttest entlarvt Ernährungssünden binnen Minuten
Ob Optische Technologien einen Wandel im Lebensstil bewirken können? 50 Kasseler Schüler einer gymnasialen Oberstufe stellen sich dem Pilotprojekt: Mit einem neuartigen Messverfahren, das auf Optischen Technologien beruht, kann anhand der Konzentration von Antioxidantien nachgewiesen werden, wie es um die aktuelle Lebensweise steht.
In einem halben Jahr werden die Hautwerte der Schüler der Elisabeth-Knipping-Schule in Kassel noch einmal analysiert. Dann zeigt sich, ob das Messverfahren mit dem Hautscanner und die Beratungen rund um das Thema „Gesunder Lebensstil“ gefruchtet haben. „Wir gehen davon aus, dass sich das Verhalten der Schülerinnen und Schüler ändert, wenn ihnen die eigene körperliche Reaktion auf ein bestimmtes Verhalten sehr schnell vor Augen geführt und dokumentiert wird“, erläutert Prof. Dr. Jürgen Lademann von der Berliner Charité, der mit seinem Team in fünfjähriger Arbeit das Messverfahren entwickelt hat. Unterstützt wird das Projekt durch den vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten OptecNet Deutschland e. V., um neben dem wichtigen Aspekt der Gesundheit der jungen Leute auch die optischen Technologien ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken. Zudem läuft das Verfahren unter der Initiative „Die Innovationsliga“, deren Schirmherrin die Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan ist. Ziel der „Innovationsliga“ ist es, Vernetzungen zwischen Schulen und Einrichtungen aus Wirtschaft und Wissenschaft auf dem Feld der Optischen Technologien zu fördern.
Der von der Kasseler Firma Opsolution NanoPhotonics GmbH entwickelte Sensor sieht aus wie eine Computer-Maus. Diese sendet Licht in die Haut, von dem ein Teil ans Messgerät zurück gestreut wird. Diese Rückstreuung enthält wertvolle Informationen, die wie ein Fingerabdruck den Lebensstil und die Stressfaktoren der Testperson beschreiben. Mit dem Verfahren ist es beispielsweise möglich, anhand der Hautwerte bereits nach zwei bis drei Tagen nachzuweisen, ob ein Mensch mit dem Rauchen aufgehört hat oder sich gesünder ernährt.
Entscheidend ist dabei die Konzentration schützender Antioxidantien im Körper. Die über die Nahrung aufgenommenen Antioxidantien, Vitamine und Spurenelemente, bekämpfen nämlich freie Radikale, die als mögliche Ursache für Zivilisationskrankheiten wie Diabetes oder Krebs gelten. Bisher war es nicht möglich, die Wechselwirkung zwischen Antioxidantien und freien Radikalen in der menschlichen Haut ohne Gewebeentnahme zu untersuchen.
Mehr Informationen gibt es unter www.optischetechnologien.de/service/aktuellenachrichten/detailseite/archive/2011/februar/article/optischer-scanner-macht-ungesunde-lebensweise-durch-alkohol-tabak-und-falschem-essen-im-hautschweiss/
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| Wer ins Visier des Hautscanners gerät, kann nur mit Obst und Gemüse punkten: Das Messverfahren gibt Auskunft über den Zustand der Haut und damit die aktuelle Lebensweise. Fotos: OptecNet e.V. | Das neuartige Verfahren zur Ernährungskontrolle präsentieren: Dr. Wolfgang Köcher von Opsolution NanoPhotonics, Dermatologe Prof. Dr. Jürgen Lademann und OptecNet-Projektleiter Dr. Hans-Jürgen Hartmann (von links). |
Quelle: Charité Universitätsklinikum Berlin/ OptecNet e.V.
OptecNet Deutschland e.V. ist der Zusammenschluss der neun regionalen Kompetenznetze Optische Technologien HansePhotonik, OpTecBB, PhotonicNet, OpTech-Net, PhotonAix, OptoNet, Optence, Photonics BW und bayern photonics und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Kompetenznetze vereinen bundesweit rund 500 Mitglieder aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Beratung und Finanzen. Das gemeinsame Ziel ist die nachhaltige Weiterentwicklung der Optischen Technologien in Deutschland.






